#52 Games Thema 6: Deep Blue Sea – Deep Fighter

Eigentlich wollte ich diesmal auf eine Teilnahme am 52 Games Projekt von ZockworkOrange verzichten, aber nachdem ich wieder ein paar Beiträge gelesen habe und mir zum aktuellen Thema „Deep Blue Sea“ auch direkt zig Titel eingefallen sind, schreibe ich jetzt kurz vor knapp auch noch was dazu.

Wer hier aufmerksam mitliest, der wird durch meine Beiträge zu Spielen wie Anoxemia, Depth oder Far Sky bereits wissen, dass ich die Meere und Ozeane unserer Welt für großartige Settings halte und mir unbedingt mehr Spiele vor diesem Hintergrund wünschen würde. Vielleicht bleiben mir die seltenen Vertreter dieser Spezies auch deswegen noch nach vielen Jahren im Gedächtnis. Dass ich beim richtigen Setting auch gerne mal über so manchen Makel hinwegsehen kann, ist ebenfalls nicht neu und der folgende Titel ist ein weiterer Beweis dafür.

deep fighter criterion jellyfish screenshot

Lange bevor Criterion Games mit Burnout 3 und Black ihren großen Durchbruch feierten, entwickelten sie zahllose Spiele, die zwar durchaus spaßig waren, aber sowohl von den Spielern als auch der Presse weitgehend unbeachtet blieben. Eines davon war Deep Fighter, das 2000 für den Dreamcast sowie Windows erschien und eine Art indirekter Nachfolger des 97er Spiels Sub Culture darstellt. Im Grunde ist es ein 360°-Shooter wie Descent, Forsaken oder Elite: Dangerous, mit dem Unterschied, dass ihr nicht durchs Weltall oder dunkle Tunnel fliegt, sondern in einem U-Boot durch die Tiefsee fahrt.

deep fighter criterion ruins screenshot

Natürlich machen Feuergefechte auch hier den wesentlichen Teil des Spiels aus, aber mit den acht verschiedenen U-Booten kämpft ihr nicht nur gegen andere Boote, sondern auch immer wieder gegen widerspenstige Fische und riesige Tiefseemonster. Die Grafik konnte sich für damalige Verhältnisse durchaus sehen lassen und gerade in den ruhigeren Missionen, wenn man sich vorsichtig durch dunkle Untiefen und Höhlensysteme tastete, kam auch richtig Atmosphäre auf. Wie damals fast schon üblich, gab es auch Zwischensequenzen mit echten Schauspielern (u.a. mit David Walliams aus Little Britain), die immer wieder für einen (unfreiwilligen) Lacher sorgten.

Als im Jahr darauf schließlich AquaNox vom deutschen Studio Massive Development erschien und vor allem mit herausragender Technik für Wirbel sorgte, war Deep Fighter leider schnell wieder vergessen.


About Poly

Roberto (aka Poly) hat Polygonien 2012 gegründet, weil er der Indie-Szene etwas zurückgeben und auf die vielen Perlen aufmerksam machen wollte. Er ist mit dem Mega Drive aufgewachsen, hält den Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten und besitzt viel zu viele Videospiele. Er ist Co-Admin von Sega-DC.de, schreibt Gast-Artikel für befreundete Games-Blogs und hilft auf Buy Some Indie Games aus.

6 Comments

  1. Nonsense Entertainment

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    „[…] dass ich die Meere und Ozeane unserer Welt für großartige Settings halte und mir unbedingt mehr Spiele vor diesem Hintergrund wünschen würde.“ Da sagst du was! Nicht umsonst wollte ich früher Meeresbiologin werden. ^-^ Ich sehe das mit Unterwassersettings wie du und finde die auch immer sehr großartig. Jetzt, mit immer besseren Grafiken, macht es natürlich auch immer mehr Spaß.


  2. The Technologicals

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    Durch die ganzen Indigames zur Zeit kommt ja schon das ein oder andere Unterwassespiel auf unsere Computer – also gute Zeiten für sich 😀 Juedenfalls, cool, dass du nach all den Jahren noch dabei bist, weiter so!


  3. GwynGaming

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    Stimmt, die weiten Meere sind wunderbare Settings! An Depth habe ich gar nicht mehr gedacht. Danke nochmal für den Tipp mit Far Sky! 🙂


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