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Fund This: Quench und Fear Effect Sedna

Quench

Das kanadische Studio Axon Interactive, das vom Ehepaar Tabby und Jeff Rose gegründet wurde, hat sich bislang vornehmlich mit Webdesign und dergleichen durchgeschlagen, aber das soll sich nun ändern. Mit Quench wollen sie zeigen, was wirklich in ihnen steckt und sich einen Platz in der Indie-Szene erkämpfen. Doch während sich so manch anderer Entwickler lieber erst mal an ein bewährtes Konzept halten würde, gehen die Kanadier gleich aufs Ganze und präsentieren uns einen Genre-Mix, der in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich ist.

fund this quench screenshotWenn ich Quench wirklich in eine Schublade stecken müsste, dann käme mir wohl als erstes das Godgame in den Sinn, aber das wird dem Spiel vermutlich nicht gerecht. Gewisse Parallelen sind aber definitiv gegeben, denn ihr übernehmt die Rolle eines übermächtigen Hirten, der verschiedene Tierherden auf ihrer langen und gefährlichen Wanderung zur Seite steht. Ihr seid zwar weder ein Teil der Herde noch könnt ihr ihnen Anweisungen geben, aber dafür kontrolliert ihr das Wetter. Mit dieser Macht ausgestattet nutzt ihr beispielsweise Wind, um die Richtung zu weisen und Dünen zu bewegen oder lasst es regnen, damit Pflanzen wieder wachsen oder Brände gelöscht werden.

Das ganze wird in einem durchaus passenden Low-Poly-Look verpackt und mit einer Geschichte garniert, die nicht etwa das Gesetz des Stärkeren in den Mittelpunkt rückt, sondern Themen wie Güte, Mitgefühl und Vergebung aufgreift.
PC & Mac | Spiel ab: ca. 10 € | Ziel: 26.000 $ CAD | Endet am 21. Mai | Kickstarter-Link


Fear Effect Sedna

Auf der ersten Playstation gab es viele Serien, die zwar recht populär waren, aber trotzdem in den folgenden Generationen spurlos verschwanden. Eine davon ist auch Fear Effect, das vom französischen Studio Kronos Digital Entertainment entwickelt und von Eidos vermarktet wurde. Das Action-Adventure sorgte vor allem durch seine attraktive Heldin und den hervorragenden Comic-Look für Aufsehen. Mit Retro Helix erschien 2001 sogar ein gelungener Nachfolger, der jedoch ein wenig in Verruf geraten ist, nachdem Eidos ihn ziemlich ungeniert nach dem Sex-Sells-Prinzip beworben hatte.

fund this fear effect sedna screenshotEinen dritten Teil hat es nie gegeben, denn Eidos hat irgendwann den Geldhahn zugedreht und Kronos Digital musste 2002 infolgedessen schließen. Heute gehört Eidos zu Square Enix und auch die Rechte an Fear Effect liegen nun bei den Japanern. Pläne für eine Wiederbelebung alter Marken wie dieser gibt es nicht, aber man hat offenbar nichts dagegen, wenn andere Studios daran arbeiten, sofern sie selbst das Risiko tragen. Und so kommt es, dass Sushee Games aus Paris gerade auf Kickstarter sind und um Unterstützung für Fear Effect Sedna bitten.

Sushee Games haben gerade erst das Geister-Adventure Goetia auf Steam veröffentlicht, das ebenfalls über Kickstarter finanziert wurde und über Square Enix vermarktet wird. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit kam ihnen wohl auch die Idee, Fear Effect wiederzubeleben. Allerdings ist ihnen bewusst, dass sie als kleines Indie-Studio Abstriche machen müssen und so haben sie aus dem einstigen Action-Adventure ein Echtzeit-Taktik-Spiel im Stile von Klassikern wie Commandos gemacht. Doch abgesehen von der Mechanik bleibt man dem alten Konzept und vor allem den Charakteren der Serie treu. Das bedeutet, dass wir uns auch wieder auf eine tolle Comic-Ästhetik und einen Hauch Erotik freuen dürfen. Je nach Umsetzung könnte Letzteres sicher noch für die eine oder andere Debatte sorgen. Das Team verspricht zwar, Hana und ihre Mitstreiterinnen nicht nur als Sexbomben, sondern als mehrdimensionale und emanzipierte Persönlichkeiten zu präsentieren, aber dieser Spagat ist zweifellos nicht einfach.
PC, PS4 & XB1 | Spiel ab: 18 € | Ziel: 100.000 € | Endet am 13. Mai | Kickstarter-Link

One Comment

  1. Interessante Projekte. Besonders Quench sieht sehr schick aus. Deine Worte erinnern mich an Black & White, welches ich sehr mochte. Zwar muss man keine Stadt aufbauen, aber mit der Sache das Wetter zu kontrollieren um eine Herde zu beschützten, hat es irgendwie was. 🙂

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