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Fund This: Games aus Deutschland – Edition

teaser-fund-this-backdrop-code-7-pineview-drive-sMit Backdrop, Code 7 und Pineview Drive 2 brauchen gleich drei vielversprechende Kickstarter-Projekte aus Deutschland dringend eure Hilfe. Lost Ember arbeitet unterdessen fleißig an seinen Stretch Goals.

Code 7

screenshot-fund-this-code-7-mapBereits 1976 schrieb der Amerikaner Will Crowther das Text-Adventure Colossal Cave Adventure für den Großrechner PDP-10. Aus den rein Text-basierten Spielen entwickelten sich später die Grafik-Adventures und somit kann man sagen, dass er auch den Grundstein für Meilensteine wie King’s Quest, Monkey Island oder Myst gelegt hat. Heute ist das Genre zumindest in dieser ursprünglichen Form quasi ausgestorben, aber das Bonner Indie-Studio Goodwolf haucht ihm mit Code 7 neues Leben ein.

Ihr spielt darin den Hacker und Agenten Alex, der mit seiner Kollegin Sam herausfinden muss, was auf einer Raumstation am Rande unserer Galaxie passiert ist. Während Sam sich vorsichtig durch die Station arbeitet, sitzt ihr an einem Computerterminal, das euch Zugriff auf die Systeme der Station gibt und natürlich auch die Kommunikation ermöglicht. Im Kern wirkt das Spiel dabei zunächst wie ein traditionelles Text-Adventure, das optisch an das gute alte Betriebssystem MS-DOS angelehnt ist, aber es gibt zahlreiche Kleinigkeiten, die das uralte Konzepte in die Moderne holen sollen. So sind nicht nur alle Texte des Hacker-Abenteuers professionell vertont, sondern der sonst recht karg wirkende Textbildschirm wird u.a. mit Fotos von Charakteren und Glitch-Effekten aufgepeppt. Damit man auch als normalsterblicher Spieler ohne Hacker-Ambitionen gut durch das Spiel kommt, hat man auch an Annehmlichkeiten wie die Autovervollständigung von Kommandos gedacht.

screenshot-fund-this-code-7-sam-dialog

Das Highlight ist jedoch die minimalistische Karte, mit der ihr die Umgebung sowie eure Mitstreiter im Blick behaltet und ihnen Anweisungen gebt. Auf diese Weise erkundet ihr gemeinsam die Station und obwohl man außer dieser simplen Karte eigentlich nichts von der Spielwelt zu sehen bekommt, fühlt man sich schnell mittendrin. Sobald Sam einen Raum betritt, schildert sie, was sie sehen kann und ihr könnt anschließend sagen, was sie sich genauer ansehen soll oder versuchen, über das Netzwerk den Raum bzw. die Systeme darin zu manipulieren. In der Fantasie fängt man sofort an, sich den Raum auszumalen und genau dieses Spiel mit der Fantasie ist manchmal effektiver – und erschreckender – als die millionenschwere Grafik des neuesten Blockbusters.

Doch was schreibe ich hier eigentlich? Spielt einfach die kostenlose Episode 0 und überzeugt euch selbst davon. Entweder seid ihr danach völlig begeistert und unterstützt das Projekt (so wie ich), oder die Industrie hat euch mit ihrer Jagd nach immer besserer Grafik für immer verdorben 😛

Pineview Drive: Rising Storm

screenshot-fund-this-pineview-drive-rising-storm-pianoObwohl es VIS Games aus Frechen bei Köln schon seit 2003 gibt, hat selbst unter den hiesigen Gamern vermutlich kaum jemand je von ihnen gehört. Das liegt daran, dass sie sich vornehmlich mit biederen Simulationen sowie Auftragsarbeiten über Wasser halten und sich selten aus dieser Nische herauswagen. Ihre künstlerischen Ansprüche sind jedoch größer als Titel wie Moorhuhn oder der Oktoberfest-Manager zunächst vermuten lassen und das wollten sie u.a. 2014 mit Pineview Drive beweisen.

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In dem Horror-Adventure, das zunächst für PC erschien und auch auf Konsolen kommen soll, gruselte man sich durch ein unheimliches Herrenhaus, wie man es schon so oft gesehen hat. Im Gegensatz zu Resident Evil steht dabei jedoch der Adventure-Part im Vordergrund und auf Action wird verzichtet. Bei den Kritikern kam das Spiel nicht wirklich gut an und auch die Steam Reviews (die stets mit Vorsicht zu genießen sind) fallen gemischt aus, aber es gibt eben auch zahlreiche Spieler, die es für einen Geheimtipp und ungeschliffenen Diamanten halten. Letztere gaben dem Team wohl auch den nötigen Mut für ein Sequel namens Pineview Drive: Rising Storm, das nun via Kickstarter finanziert werden soll.

Im Nachfolger kehrt ihr in das altes Anwesen zurück, aber diesmal hat der Zahn der Zeit seine Spuren hinterlassen und ihr dürft auch endlich die Gegend um das Haus herum erkunden. Der Story will man noch mehr Aufmerksamkeit schenken und darum hat man Michael Cherdchupan engagiert, der nicht nur durch Insert Moin als Horror-Game-Connaiseur bekannt ist, sondern auch schon als Autor und Komponist bei Titeln wie Villagers mitgewirkt hat.

Leider ist die Kampagne noch nicht richtig in Fahrt gekommen, aber ich empfehle dennoch allen Horror-Fans, sich das Projekt und vor allem das kostenlose Prequel Passing Pineview Forest mal genauer anzuschauen. Ab 15 € könnt ihr euch einen Key für das fertige Spiel sichern.

Backdrop

screenshot-fund-this-backdrop-world-is-a-stageDie Wahrscheinlichkeit, dass Backdrop in den letzten 7 Tagen der Kampagne noch die fehlenden 145.000 € erhält, ist natürlich verschwindend gering (oder gibt es unter meinen Lesen vielleicht einen Millionär?), aber das Projekt ist einfach zu sehenswert, um es unerwähnt zu lassen. Im Stile eines Miniaturtheaters aus Papier, wie es sie vor langer Zeit einmal gab, will ein Indie-Team aus Heidelberg ein Rollenspiel inszenieren, wie man es noch nicht gesehen hat.

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Dabei will man sich nicht nur mit einer märchenhaften Optik, sondern auch mit frischen Mechaniken von der RPG-Konkurrenz abheben. So nehmen die Dialoge vor einem Kampf direkten Einfluss auf eure Siegchancen und statt althergebrachter Klassen gibt es zahlreiche Masken, die ihrem Träger unterschiedliche Fähigkeiten verleihen. Auf diese Weise wird aus dem Prinzen beispielsweise ein nobler Ritter oder ein listiger Hofnarr. Auch der Einsatz von Magie läuft in Backdrop ein wenig anders, denn die basiert hier auf Emotionen. Und all das wird natürlich von einem Karma-System beeinflusst, das euch so manche Entscheidung erschweren soll.

Hinter dem Projekt steckt übrigens ein Dreamteam der deutschsprachigen Entwicklerszene, zu dem u.a. Persönlichkeiten wie Franz Stradal (Schöpfer von Demonworld und Sacred), Thomas Kronenberg (Artist/Designer, beteiligt an Sacred, Neocron, The Dwarves uvm.) und Jan Wagner (Shadowrun Chronicles, Aerena) gehören. Wie eingangs erwähnt, ist die Kampagne leider schon mehr oder weniger gescheitert, aber das Team hat seinen Traum noch nicht aufgegeben und wird nach weiteren Wegen suchen, um ihn zu verwirklichen. Es schadet also nicht, wenn ihr den Titel im Auge behaltet und die Entwickler wissen lasst, dass es durchaus einen Markt für das Spiel gibt.

Lost Ember

screenshot-fund-this-lost-emberWährend diese drei Teams noch um ihre Zukunft bangen müssen, könnte ein anderes Team bald (deutsche) Kickstarter-Rekorde brechen. Nachdem sie mit ihrem ersten Trailer zu Lost Ember für Furore gesorgt haben, sind die Hamburger Mooneye Studios nun auf Kickstarter gelandet, wo sie in nur 3 Tagen ihr Ziel von 100.000 € erreicht haben. Die Kampagne läuft noch bis 14. November und wer noch nicht von diesem zauberhaften Titel gehört hat, sollte sich unbedingt den Trailer anschauen und vielleicht bei den Stretch Goals helfen.

3 Comments

  1. Tolle Sache. Hatte neulich auch über zwei davon berichtet, aber die anderen gingen mir tatsächich durch die Lappen. 😉

    Dafür hast du das getan. Finde das toll, dass du dir auch immer für derlei Dinge die Zeit nimmst. Ist ja in der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit. Vielen geht es nur darum, über Dinge zu schreiben die möglichst viele Leser finden.

    • Ja, Klickmagneten sind solche Artikel leider nicht gerade, da freut es mich umso mehr, dass du und manch anderer Leser die Mühe trotzdem zu schätzen wissen. Wenn dann für die Projekte auch noch ein paar Euro mehr zusammenkommen, bin ich völlig zufrieden 🙂

  2. Backdrop sieht zumindest optisch sehr interessant aus. Ist zwar vom Genre her nicht ganz mein Fall, ich drücke den Entwicklern aber trotzdem die Daumen, dass sie das Spiel erfolgreich an Mann und Frau bringen können!

    Was es aber, meiner Meinung nach, echt nicht mehr braucht, ist noch ein 1st-Person-Horror-Adventure. Da taucht inzwischen gefühlt täglich ein neues bei Steam auf. Und ich vermute, dass viele diese Meinung teilen, die bisher zusammengekommene Summe spricht jedenfalls Bände.

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