Unterstuetzen: Ira – Act 1: Pilgrimage

teaser ira act 1 support sBereits im April des letzten Jahres versuchte das Indie-Trio von Ore Creative sein Glück auf Kickstarter, um sein Adventure Ira zu finanzieren. Leider lief die Kampagne jedoch gar nicht gut und wurde schließlich schweren Herzens vorzeitig abgebrochen. Doch die Jungs haben sich davon nicht entmutigen lassen, sondern stattdessen hart an ihrem Traum gearbeitet. Nun wagen sie einen zweiten Versuch und trotz eines deutlich geringeren Ziels macht das Spiel inzwischen einen noch viel besseren Eindruck.

Das Adventure erzählt die Geschichte von Ira, der in einer alternative Version der 30er Jahre aufgewachsen ist, in der die Menschheit bereits weite Reisen ins All macht. Doch die einfache Bevölkerung hat von diesem technologischen Fortschritt wenig, denn sie wird vom Megakonzern Intele Co. eiskalt ausgebeutet. Auch Ira’s Vater gehörte zu den armen Hunden, die für einen Hungerlohn in den ebenso fernen wie gefährlichen Minen des Mars schufteten. Dieser Umstand änderte aber nichts daran, dass Ira schon als Kind vom Weltraum und fernen Planeten fasziniert war. Und so kommt es, dass er sich eines Tages an Bord der Holocene II wiederfindet und mit ihr zum unerschlossenen Lithic System reist. Das Vorzeigeprojekt von Intele Co. entwickelt sich jedoch schnell zu einer Katastrophe, die Ira vielleicht das Leben kosten könnte.

screenshot ira act 1 support holocene

Bei Ira steht vor allem der erzählerische Aspekt im Vordergrund und daher ist es eher mit den Telltale Games als mit klassischen Point & Click Adventures zu vergleichen. Auch hier gibt es ein Dialog-System das euch immer wieder vor Entscheidungen stellt, aber die Auswirkungen sind sozusagen weitreichender, denn ihr erlebt die Geschichte auf verschiedenen Zeitachsen und in der Rolle verschiedener Personen. Was ihr in Iras Jugend macht, könnte sich also beispielsweise auf die Situation im Lithic System auswirken.

Der wirkliche Star des Spiels ist aber nicht etwa die Verknüpfung der Zeitachsen, sondern die Atmosphäre. Die kurze Demo und die Videos zogen mich sofort ganz tief in die retro-futuristische Welt von Ira und ich kann es kaum abwarten, endlich mehr zu erfahren. Entsprechend groß war meine Freude, als ich vorhin feststellte, dass sie gerade ihr Minimalziel erreicht haben. Da mit dieser Summe aber wirklich nur der erste von insgesamt drei Akten fertiggestellt werden kann, ist jeder weitere Dollar enorm wichtig.

Die Kampagne endet am 06.02. und ab 10 $ könnt ihr euch den ersten Akt sichern. Die Demo findet ihr hier.


About Poly

Roberto (aka Poly) hat Polygonien 2012 gegründet, weil er der Indie-Szene etwas zurückgeben und auf die vielen Perlen aufmerksam machen wollte. Er ist mit dem Mega Drive aufgewachsen, hält den Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten und besitzt viel zu viele Videospiele. Er ist Co-Admin von Sega-DC.de, schreibt Gast-Artikel für befreundete Games-Blogs und hilft auf Buy Some Indie Games aus.

5 Comments

  1. totallygamergirl

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    Sieht ja wirklich interessant aus. Muss aber sagen, mich schreckt dieses „nur“ Akt 1 doch etwas ab. Wäre schade, wenn dann am Ende nur Akt 1 drin ist. Aber gut, vielleicht ist ja der erste Akt dann so erfolgreich, dass das eingespielte Geld für weitere reicht.

    Die Demo gibt es übrigens auch bei Steam. Dort liest man aber weder Reviews, noch Diskussionen. Nicht unbedingt ein gutes Zeichen. 🙁 Aber wer weiß, vielleicht bekommt das Spiel mit Release noch etwas mehr Aufmerksamkeit.


    • Poly Post author

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      Ich kann deine Bedenken gut verstehen, aber den Entwicklern blieb keine andere Wahl. Sie hatten ja letztes Jahr schon versucht, das Spiel zu finanzieren und erreichten nur einen Bruchteil des Ziels. Das Spiel zu splitten und mit kleinerem Ziel einen weiteren Versuch zu wagen, war offenbar die letzte Chance für das Projekt. Ich war erst mit dem 9$ early bird dabei, hab kurz vor Ende aber noch auf 15 $ erhöht und hoffe einfach, dass sie irgendwie noch die späteren Akte finanziert bekommen.


      • totallygamergirl

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        Naja, trotz Bedenken werde ich die Entwickler unterstützen und mir das Spiel im April – da soll es wohl erscheinen – kaufen. Bei Kickstarter unterstützen ist für mich ohne KK und PP schwierig.


        • Poly Post author

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          Ich habe eine digitale Prepaid-KK, die ich fast ausschließlich für KS benutze, aber ich finde es schade, dass PP noch immer nicht unterstützt wird. Vermutlich wollen die noch mehr Gebühren, aber ich denke, den Projekten würde es am Ende dennoch mehr einbringen.


          • totallygamergirl

            /

            Naja, ich „leihe“ mir notfalls die Karte von meinem Schwager und PP hätte ich grundsätzlich schon. Nur mein Mann tut sich gern schwer nachzuvollziehen, wenn ich ein Spiel mag oder interessant finde, welches er nicht ansprechend findet. Ich steh nicht so auf unnötige Diskussionen, warum ich nun gern da ein paar Dollar hinterlassen würde. Da kauf ich mir lieber im April ganz unkompliziert das Spiel und spare mir die Diskussion. Gerade Indies sind ja so ein Ding, mit dem er kaum in Berührung kam. Ein paar Sachen wie Bastion findet er total toll. Aber er ist eher der AAA-Typ. *g*


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