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Ein Adventure wie ein Rausch – Karma. Incarnation 1 im Test

Es gibt Spiele, die sehen auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar aus, aber wenn man sie dann spielt, hauen sie einen richtig aus den Socken. Entweder, weil sich hinter der schlichten Optik eine gelungene Mechanik verbirgt, oder aber, weil Screenshots nicht der wahren Schönheit des Spiels gerecht werden. Das verrückte Adventure Karma. Incarnation 1 vom Moskauer Indie-Studio AuraLab gehört in die zweite Kategorie.

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Pip und seine Partnerin sind körperlose Seelen, die glücklich und verliebt durchs Universum treiben. Doch das junge Glück wird jäh zerstört als böse Geister die Liebste einfach auf einen nahen Planeten entführen. Pip nimmt daraufhin die Verfolgung auf und da er als Seele nicht viel ausrichten kann, schlüpft er kurzerhand in den Körper eines der primitiven Bewohner des Planeten. Das mag im ersten Moment etwas nach der abgedroschenen „Junge rettet Mädchen“ Geschichte klingen, aber schon nach kurzer Zeit merkt man, dass Karma das Gegenteil von abgedroschen ist.

Ihr besucht mit einer Art fliegendem Fahrstuhl die verschiedenen Regionen des Planeten und lernt unterwegs die mehr als schrägen Bewohner dieser absolut verrückten Welt kennen. Ihr schaut bei einem zügellosen Rave vorbei, erforscht die seltsame Flora und Fauna eines Waldes und trefft auf die herzlosen Wesen des Ödlands. Wie in jedem guten Adventure müsst ihr dabei natürlich immer wieder mit den Bewohnern reden, Gegenstände sammeln und die eine oder andere Denkaufgabe bewältigen.

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Statt mit Sprache kommuniziert man hier jedoch ausschließlich mit Bildern und einem unverständlichen (aber lustigen) Gebrabbel, was die Welt nur noch sonderbarer macht. Dem Verständnis tut dies aber meist keinen Abbruch und so habt ihr spätestens nach etwas herumprobieren eine ungefähre Vorstellung davon, was zu tun ist. Wie der Name schon andeutet, könnt ihr viele Hürden wahlweise auf eine gute oder eine böse Weise überwinden. Außerdem gibt es auch optionale Aufgaben, die man beim ersten Durchgang auch übersehen bzw. vermasseln kann. So traf ich im Ödland beispielsweise einen erschöpften Wurm und als mir endlich klar war, wie ich ihm hätte helfen können, musste ich leider feststellen, dass sein Besitzer ihn auf den Grill geworfen hat.

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Abgesehen von den malerischen Hintergründen wird der Großteil der Spielwelt selten mit mehr als 2-3 Farben dargestellt, doch was auf Bildern zunächst wie eine Low-Budget-Lösung wirken mag, entpuppt sich in Bewegung als ganz bewusst gewählter Grafikstil, der dem Spiel einen ganz eigenen Charakter verleiht. Dank handgezeichneten Animationen und einem ausgefallenen Design entsteht eine Spielwelt, die lebendiger wirkt als so manches Hochglanz-Adventure. An jeder Ecke trifft man ebenso verschrobene wie liebenswerte Figuren und die Umgebungen, allen voran der Wald, stecken voller kleiner Details, die einfach nur da sind, um euch ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Einen ähnlichen Effekt hat auch der Soundtrack, der von der russischen Band Zmeiraduga stammt und das Geschehen mit einer psychedelischen Melange aus Tribal, Rock und Electro untermalt.

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Karma. Incarnation 1 ist wie ein wunderbarer Rausch, den ihr ganz ohne Drogen und Nebenwirkungen erleben dürft. In seinen besten Momenten erinnert es an die märchenhaften Welten von Ghibli oder Amanita Design und PSP-Fans werden unweigerlich an Locoroco und Patapon denken müssen. Mit rund 2 Stunden ist es leider ein recht kurzer Trip, aber dafür habe ich jede Minute genossen. Bei einem Preis von 8,99 € können Fans von Adventures oder skurrilen Welten jedenfalls kaum etwas falsch machen und selbst Episoden-Verweigerer dürfen einen Blick riskieren, denn es funktioniert auch als eigenständiges Spiel sehr gut.

Im Humble Store ist Karma noch bis Dienstag (02.11.) 19:00 auf 7,19 € reduziert.

Entwickler: AuraLab | Publisher: Other Kind Games | Plattform: PC / Mac
Genre: Adventure / 2D | Release: Oktober 2016 | Twitter | Website
Preis: 8,99 € auf Steam oder via Humble Store oder via Humble Widget

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