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E.T. nach Hause ballern: E.T. Armies im Test

teaser et armies raspina sWenn man mal von der legendären Prince of Persia-Reihe absieht, gibt es kaum ein prominentes Beispiel für die Verbindung von Videospielen und dem Orient. Dass Games aber auch dort schon längst ein Teil der Popkultur geworden sind und sich mittlerweile auch in Marokko oder Saudi-Arabien Spieleentwickler finden lassen, wissen wir nicht erst seit meinem Test zu Unearthed: Trail of Ibn Battuta. Dennoch war es für mich eine kleine Überraschung, dass die Entwickler von E.T. Armies im Iran beheimatet sind. Einem Land also, welches in den letzten Jahren vornehmlich durch das Gebaren seiner tiefreligiösen Machthaber sowie Wirtschaftssanktionen und zweifelhafte Beziehungen zu Staaten wie Nordkorea Aufsehen erregte. Nicht gerade ein idealer Nährboden für ein junges Medium, das selbst im Westen noch hin und wieder als Sündenbock herhalten muss, aber wie schon Jeff Goldblum einst sagte: „Das Gaming findet einen Weg“ …oder so ähnlich.

screenshot et armies raspina ironsights

Während die Entwickler des bereits erwähnten (und leider nicht wirklich guten) Unearthed jedoch zumindest versuchten, die eigene Kultur in ihr Werk einfließen zu lassen, ging das Team von Raspina einen anderen Weg. Mit E.T. Armies, dessen Name übrigens nichts mit dem in Videospielkreisen berüchtigten Außerirdischen zu tun hat, liefern sie ein Debüt ab, das leider nicht mal erahnen lässt, dass die Menschen hinter dem Spiel aus dem Nahen Osten stammen.

Stattdessen ist es ein simpler Shooter geworden, der in ferner Zukunft spielt und in dieser Form auch genauso gut aus den USA, Italien, Russland oder irgendeinem anderen Land kommen könnte. Natürlich kann man jetzt argumentieren, dass es nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn man sich an bewährte Konzepte hält, statt zu experimentieren, aber bei E.T. Armies wäre letzteres wohl besser gewesen, denn es könnte kaum belangloser sein.

screenshot et armies raspina ruinen

Abgesehen vom durchaus ansehnlichen Eröffnungslevel, der euch durch gigantische Ruinen führt, die allmählich im Wüstensand verschwinden, lauft ihr die ganze Zeit über nur durch immer gleich aussehende Korridore aus Stahl und Beton. Unterwegs trefft ihr auf unzählige KI-Soldaten, die sich mehr oder weniger gut hinter Kisten und Fässern verstecken und darauf warten, dass ihr sie über den Haufen ballert. Allzu viel Variation dürft ihr dabei weder von ihrer Ausrüstung noch von ihrem Verhalten erwarten, was die Kämpfe recht schnell etwas dröge werden lässt.

Leider versäumten die Entwickler auch, wenigstens mit einem interessanten Waffenarsenal oder irgendwelchen Gimmicks für Abwechslung zu sorgen. Es gibt zwar 2 Sturmgewehre, eine Shotgun und eine Sniper-Rifle, aber die austauschbaren Gegner und das einfache Layout der Levels geben euch nur selten einen Grund, etwas anderes als die Startwaffe zu benutzen. Einzig die fliegenden Kampfdrohnen, welche später im Spiel auftauchen, brechen die Monotonie für einen Moment auf. Wer hofft, dass einen wenigstens die Geschichte bei der Stange hält, der wird schnell enttäuscht, denn weder die Zwischensequenzen noch die Dialoge auf dem Schlachtfeld erklären euch, wer da eigentlich gegen wen kämpft und warum euch das interessieren sollte.

screenshot et armies raspina gruppe

Versteht mich nicht falsch, E.T. Armies ist kein wirklich schlechter Shooter, aber das Genre ist extrem umkämpft und während der sehr kurzen Kampagne (max. 2 Stunden) findet sich einfach nichts, was es mit den Konkurrenten auf Augenhöhe bringen könnte. Selbst Low-Budget Shooter wie Wrack oder Alien Rage machen ganz einfach mehr Spaß und darum bleibt nur zu hoffen, dass die Entwickler beim nächsten Titel nicht wieder nur die Genre-Checkliste abhaken.

*Den Multiplayer konnte ich aus Mangel an Mitspielern leider nicht richtig testen, aber soweit ich das sagen kann, ist er wohl ebenso belanglos wie die Kampagne.

Entwickler: Raspina | Publisher: Merge Games | Plattform: Windows
Genre: Shooter / SciFi | Release: März 2016 | Pad Support: ja | Offizielle Website
Preis: ca. 15 € via Steam

Vielen Dank an Merge Games für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

7 Comments

  1. Ach, das ist aber schade. Dabei gibt es schon so viele belanglose Shooter. Allerdings ist mir bei Spielen aus den Orient neben Prince of Persia sofort das erste Assassins Creed eingefallen und Spec Ops -The Line, ein Shooter, der in Dubai spielt.

    • Stimmt, wie konnte ich AC nur vergessen? 😀 Spec-Ops spielt zwar in Dubai, aber es versprüht ja nun eher nicht den Zauber aus 1001 Nacht, darum kam mir das nicht in den Sinn 😉

      • „Den Multiplayer konnte ich aus Mangel an Mitspielern leider nicht richtig testen, aber soweit ich das sagen kann, ist er wohl ebenso belanglos wie die Kampagne.“

        Bitter 😀 Erinnert mich an Showdown Effect, wobei das wirklich gut war.

        • Ich hab sogar via Steamcharts immer nachgesehen, ob gerade „viele“ Spieler Ingame sind, aber ich habe nie einen auf nem Server angetroffen.

  2. Ist eh bei Steam so eine Sache. Da kommen ja inzwischen von Montag bis Samstag – kein Scherz – neue Spiele. Die meisten werden wohl in der Menge einfach untergehen und kaum bis keine Beachtung finden. Selbst wirklich nette Spiele.

  3. Mhm, klingt ja leider nur so semi geil. :/ Aber ich glaube wenn man, wie ich, einmal wirklich Fan einer speziellen Shooter-Reihe ist (in meinem Fall BF), dann kommt da eh nix mehr so richtig dran. Voll schade eigentlich, weil ich schon mal Bock auf Abwechslung hätte. 😀

    • Ich finde es nur schade, weil mit diesem kulturellen Background halt viel ungenutztes Potential da war, aber ansonsten ist das Shooter-Genre ja nun wirklich glänzend besetzt und man findet mehr als genug spielenswerte Titel, auch Abseits von Battlefield 😉

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