Indie-Review: Perils of Man

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Ana Eberlein ist das jüngste Mitglied einer Dynastie von genialen Wissenschaftlern und gerade 16 Jahre alt geworden. Nach feiern ist ihr aber nicht so recht zumute, denn ihr Vater ist schon vor vielen Jahren spurlos verschwunden und nicht zuletzt dank ihrer kauzigen Mutter lebt sie sehr zurückgezogen. Doch dann drückt ihr ihre Mutter ein mysteriöses Geschenk in die Hand, dass sie auf die Spur ihres Vaters führt.

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Auf klassische Adventure-Art pointet und klickt ihr euch daraufhin durch das Anwesen der Familie, bis ihr schließlich den Weg in ein geheimes Labor und damit auch eine bahnbrechende Erfindung entdeckt. Eine merkwürdige Brille, Risiko-Okular genannt, die euch in die Ego-Perspektive wechseln und alle potentiellen Gefahren rot aufleuchten lässt. Doch damit nicht genug, die Brille lässt euch sogar durch die Zeit springen und alles deutet darauf hin, dass auch Anas Vater auf genau solch einer Zeitreise verschwunden ist.

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Doch was nach einer tollen Einführung in ein großes Abenteuer klingt, ist leider schon die Hälfte der Geschichte, denn die Jagd nach Papa Eberlein führt euch nicht etwa kreuz und quer durch die Geschichte der Welt, sondern gerade mal an drei neue Orte. Dort gilt es dann, mit Hilfe des Risiko-Okulars mögliche Gefahren zu identifizieren und zu verhindern, dass sie zu einer Katastrophe führen. Um das zu erreichen, müsst ihr in altbekannter Manier Leute befragen, Gegenstände suchen und an der richtigen Stelle das passende Werkzeug verwenden. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Puzzles dabei durchaus logisch und weder besonders knifflig noch übermäßig einfach geraten.

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Leider sind die Szenarios für die Zeitsprünge ziemlich willkürlich gewählt, sodass sie sich eher wie kurze, in sich abgeschlossene Episoden denn als Teil einer großen zusammenhängenden Geschichte anfühlen. Optisch erinnert Perils of Man an frühe Werke des 3D-Animationsfilms, was zwar insbesondere bei manchen Umgebungen etwas spartanisch wirkt, aber auch seinen Charme hat. Bei einem Preis von gerade mal 10 € (im Appstore sogar nur 6 €) kann man über diese Makel jedoch gut hinwegsehen, auch wenn es schade ist, dass bei diesem Thema so unendlich viele Möglichkeiten ungenutzt bleiben.

Entwickler: IF Games | Publisher: Vertigo Games
Genre: Adventure / Point & Click | Plattform: Win / Mac / iOS | Spielzeit: ca.4-5h
Preis: ca. 10 € auf Steam oder 6 € im Appstore.
Release: April 2015 | Website


About Poly

Roberto (aka Poly) hat Polygonien 2012 gegründet, weil er der Indie-Szene etwas zurückgeben und auf die vielen Perlen aufmerksam machen wollte. Er ist mit dem Mega Drive aufgewachsen, hält den Dreamcast für die beste Konsole aller Zeiten und besitzt viel zu viele Videospiele. Er ist Co-Admin von Sega-DC.de, schreibt Gast-Artikel für befreundete Games-Blogs und hilft auf Buy Some Indie Games aus.

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