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Logbuch: DayZ (ero) – Kapitel 7

Die Zeit verfliegt offenbar auch dann recht schnell, wenn man nicht spielt, denn der letzte Eintrag in meinem Logbuch ist jetzt schon wieder fast ein Jahr her. Damals hatte ich das Warten auf die Standalone Version nicht mehr ausgehalten und darum der Mod mal wieder einen Besuch abgestattet. Die Standalone ist noch immer nicht erschienen und abgesehen von ein paar wenigen Dev Diaries ist es um Rocket und sein Projekt auch sehr still geworden. Zum Glück gibt es in der DayZ-Fangemeinde aber ziemlich clevere und leidenschaftliche Spieler, welche die Mod einfach in Eigenregie verbessern. Mit DayZero, quasi der Mod zur Mod (Modception!), bekommt man somit DayZ in seiner bislang besten Form.

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Nach zwei mehr als ärgerlichen Toden startete ich im kleinen Dorf Kamenka, das sich im Südosten von Chernarus befindet. Von den Hotspots ist es ziemlich weit entfernt und nicht wenige Spieler lassen sich lieber direkt von den Zombies fressen als den langen Marsch nach Cherno über sich ergehen zu lassen. Ich persönlich finde es etwas schade, dass es mittlerweile so ist, dass jeder neue Spieler eigentlich nur direkt mit Vollgas nach Cherno oder Elektro rennt und dort an den üblichen Ecken nach Ausrüstung sucht. Es nimmt dem Spiel viel von seiner ursprünglichen Faszination, wenn man immer wieder sein festes Programm abspult und nach dem gleichen Schema vorgeht. Am besten ist DayZ einfach, wenn man es nicht kennt und alles noch neu ist. Darum sollte man sich eigentlich auch nicht schon im Vorfeld mit Videos, Walkthroughs und Karten spoilern, sondern einfach auf eigene Faust die Welt erkunden. Ihr habt nur diese eine Chance, es auf diese Weise zu erleben und ich würde mich nur zu gern blitzdingsen, um es noch mal als Noob erleben zu können.

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Doch kommen wir wieder zurück zu mir und der Frage, was ich mit meinem frisch gespawnten Alter-Ego nun machen sollte. Ich entschied mich dafür, wie früher die Hotspots zu meiden und mich in den ländlichen Gegenden nach neuer Ausrüstung umzusehen. Ich schaute zunächst bei den beiden Hochsitzen nahe Kamenka nach Waffen, hatte jedoch kein Glück und zog somit unbewaffnet weiter nach Norden. Die nächste Station war Pavlovo, ebenfalls eine unbedeutende Ansammlung von Häusern, die in der Regel wenig brauchbares Loot bietet. Ich suchte dennoch die wenigen begehbaren Häuser ab, von denen es in DayZero immerhin einige mehr gibt, bis ich wenigstens eine Brechstange in die Finger bekam. Allzu groß war die Freude jedoch nicht, denn mit diesem Stück Metall hätte in DayZero selbst Gordon Freeman höchstpersönlich nichts zu lachen. Drei bis vier Treffer sind im Nahkampf einfach zu viel, wenn jeder direkte Kontakt mit einem Zombie im schlimmsten Fall einen Knochenbruch zur Folge haben kann.

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Ich machte mich also wieder auf den Weg gen Norden, denn mein eigentliches Ziel war Zelenogorsk, die Stadt im Westen, die nur zu gern von allen Spielern ignoriert wird. Bislang war der Ort auch nicht gerade ein wirklich lohnendes Ziel, aber in DayZero gibt es dort neben dem Supermarkt auch noch ein Krankenhaus und zwei Militärzelte, die in jedem Fall einen Besuch wert sind. Nachdem ich mich durch die Wälder gekämpft hatte, näherte ich mich dem Ort von Westen aus. Von Spielern und Zombies war wenig zu sehen und so konnte ich mich relativ ungehindert bis zum Krankenhaus bewegen.

Dort durchsuchte ich gleich die Zelte und wurde direkt für den Fußmarsch belohnt, denn im Innern lag eine M16A2 mit Rotpunkt-Visier und etwas Munition. Eine wirklich gute Ausbeute, obgleich brauchbare Gewehre in DayZero spürbar häufiger zu finden sind als das noch im Original der Fall war. Im Gegenzug hat man wiederum die ganz schweren Sniper Rifles wie die M107 oder die AS 50 komplett entfernt. Nun brauchte ich auf jeden Fall noch einen brauchbaren Rucksack und den fand ich auch wenig später im nahen Supermarkt. Danach sah ich mich noch im Krankenhaus um und packte Bloodpacks und Morphium ein.

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Mittlerweile war auch mein Sega-DC Kollege und DayZ-Weggefährte Matthias wieder in Chernarus unterwegs und so machte ich mich wieder auf die Reise, um ihn irgendwo bei Stary Sobor zu treffen. Am liebsten hätte ich das Auto genommen, das vor dem Krankenhaus parkte, aber es war in einem schlechten Zustand und in der näheren Umgebung waren leider keine Ersatzteile zu finden. Dafür fand ich am nördlichen Ende der Stadt aber ein Fahrrad und das hat immerhin zwei Vorteile: es macht keinen Krach und man braucht kein Benzin. Mit dem Drahtesel düste ich also die Straßen entlang bis ich schließlich Stary erreichte.

In Stary schauten wir noch schnell durch die Militärzelte, die in DayZero ebenfalls geändert wurden, bevor wir schließlich in Richtung Airfield zogen. Matthias war zwar nicht gerade begeistert von der Idee, weil seine Ausflüge dorthin meistens tödlich endeten, aber wir waren bereits ordentlich ausgerüstet und aus meiner Sicht gab es nur noch dort besseres Loot zu finden. Kurz zuvor hatten wir nahe des Airfields noch einen Hubschrauber gehört, doch als wir das Rollfeld erblickten war alles still und niemand war zu sehen. Nachdem ich per Fernglas den Tower auf Sniper gecheckt hatte, näherten wir uns den Hangars und zogen die Aufmerksam der ersten Zombies auf uns, von denen es auf dem Airfield jede Menge gab. Wir sprinteten also direkt in die Firestation, um die untoten Verfolger abzuschütteln. Das gelang ganz gut, allerdings gab es auch nichts zu holen, weswegen wir direkt in den Tower gegenüber wechseln wollten. Ich ging also hinten raus und Matthias wählte den vorderen Ausgang.

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Zwischen den Gebäuden liegen keine hundert Meter, aber es war noch hell und das gesamte Airfield war voll mit Zombies. Als ich gerade die erste Etage des Towers erreichte passierte schließlich das Unglück. Ein Zombie erwischte Matthias und ausgerechnet dieser Treffer führte direkt zu einem Knochenbruch, so dass er direkt am Boden lag und umzingelt von den Zombies bewusstlos wurde. Augenblicklich erledigte ich die Zombies auf der Treppe und stürmte nach unten, doch Matthias war nicht mehr zu sehen. Stattdessen sah ich nur eine Horde von Zombies die sich vor der Tür versammelte und an etwas nagte. Ich feuerte innerhalb weniger Sekunden anderthalb Magazine ab und erlöste die Zombies, doch es war zu spät, Matthias war tot.

Mit einem etwas schlechten Gewissen, immerhin hatte ich ihn ja aufs Airfield geschleppt, packte ich seine Ausrüstung ein und durchsuchte vorsichtig die Baracken. Dabei fand ich ein M4A1 mit Rotpunkt sowie ein M16A4 mit Granatwerfer und somit war der Ausflug wenigstens nicht ganz umsonst gewesen. Anschließend suchte ich mir langsam einen Weg an den Zombies vorbei und verließ, begleitet vom Einbruch der Nacht, das Airfield.

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Matthias war inzwischen wieder am Strand erwacht und suchte nach neuem Equipment. Ich machte mich derweil auf den langen Weg zurück in den Süden, um ihm die Ausrüstung zu übergeben. Ich hatte gerade erst Vybor passiert als ich im Dunkel der Nacht an einer kleinen Brücke vorbeirannte und meinen Augen nicht traute. Unterhalb der Brücke stand doch tatsächlich ein Quad. Die Ausrüstung darin machte klar, dass hier jemand bewusst sein Fahrzeug abgestellt hatte. Es war zwar ziemlich beschädigt, aber noch fahrtüchtig. Der Tank war fast leer, doch der Besitzer hatte noch einen leeren Benzinkanister im Fahrzeug deponiert, so dass ich mich nur auf die Suche nach Benzin machen musste. Allerdings war Vorsicht geboten, denn es hätte ja durchaus sein können, dass der Besitzer auch gerade ganz in der Nähe auf der Suche nach Benzin war. Der nächste Tank war jedoch nur wenige hundert Meter entfernt und ich konnte nur ein paar Zombies durch den Regen wanken sehen. Ich füllte also eilig das Benzin ein und raste schließlich davon.

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Mit Karte und GPS suchte ich mir eine Route entlang der einsamen Feldwege und versuchte die Hauptstraßen weitestgehend zu umfahren. Da an dem Quad nahezu alles stark beschädigt war, musste ich zudem sehr vorsichtig fahren und um jedes Hindernis einen großen Bogen machen, damit mir mein fahrbarer Untersatz nicht auf halbem Weg schlapp machte. Nachdem ich zig Orte passiert und unzählige Waldwege befahren hatte, kam ich mit einem fast leeren Tank an der nördlichen Firestation von Elektro an. Dort wartete schon Matthias auf mich, der eilig aufsprang, ehe wir im Schutze der pechschwarzen Nacht verschwanden.

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Matthias war zwar gestorben, aber ohne dieses Unglück wäre ich nie auf das Quad gestoßen und hätte nicht diese großartige Fahrt durch das nächtliche Chernarus gemacht, das in DayZero durch die neue Beleuchtung noch atmosphärischer wirkt. Ein spannender und ungewöhnlicher Abend, wie man ihn eigentlich nur in DayZ erleben kann. Die Standalone Version lässt weiterhin auf sich warten, aber mit DayZero gibt es eine brauchbare Alternative. Es ist kein Ersatz, aber es fühlt sich in vielen Punkten so an, als würde man eine frühe Version der Standalone spielen. Die Mod ist sehr bemüht, das klassische DayZ-Konzept beizubehalten und gleichzeitig bringt sie neue Inhalte und sinnvolle Verbesserungen ins Spiel. Das neue Wettersystem (inkl. Nebel), die erhöhte Anzahl an Items sowie begehbaren Gebäuden, Performance- und Grafiktweaks und nicht zuletzt der Schutz vor der unsäglichen Hackerplage (durch eigene Server mit Whitelist) machen DayZero zu einem wirklich guten Grund, mal wieder Chernarus zu besuchen.

Mein DayZ Logbuch – Geschichten eines Überlebenden:
Einleitung:
Kapitel 1 | Kapitel 2 | Kapitel 3 | Kapitel 4 | Kapitel 5 | Kapitel 6 |
Kapitel 7 | Kapitel 8 | Kapitel 9 | Kapitel 10 | Kapitel 11

3 Comments

  1. jensgameexperience Says:

    Immer wieder eine Freude, deine DayZ-Berichte zu lesen. Sehr interessant! Vielleicht sollte ich DayZ auch mal wieder aus der Versenkung holen.

  2. Ich kanns gar nicht mehr abwarten die Standalone Version zu spielen. Aber auch wenn sich deine Beitrag (auch zu DayZero) recht gut lesen, möchte ich dennoch weiter warten, bis Standalone veröffentlicht wurde.

    Hört sich vielleicht etwas seltsam an, wenn man weiß, dass ich noch nie DayZ gespielt habe, aber wenn ich mich schon in ein Spiel stürze, möchte ich etwas halbwegs aufpoliertes Spielvergnügen haben und mich nicht über eventuelle Bugs, Balance-Probleme o.Ä. ärgern. Ich hoffe ja, dass ich das nächstes Jahr geboten bekomme.

    • Ich kann verstehen, dass du warten willst. Ich bin mir allerdings auch sicher, dass die Standalone zunächst als Alpha (mit viel Glück als Beta) erscheinen und alles andere als Fehlerfrei sein wird. Am Spielspaß wird das für mich jedoch nichts ändern.

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