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Logbuch: DayZ – Kapitel 6

Eigentlich sollte ja mit etwas Glück noch in diesem Jahr die Standalone Version von DayZ erscheinen, aber der Release scheint wohl doch erst irgendwann in den nächsten Monaten zu erfolgen. Das ist zwar schade, aber Rocket und sein Team sollen sich dafür ruhig die Zeit nehmen, die sie brauchen. Ich selbst wollte ja bis zur Standalone Version mal pausieren, aber nach fast 2 Monaten der Enthaltsamkeit vermisste ich dann doch Chernarus mit all seinen psychopathischen Bewohnern und natürlich die leckeren Bohnen aus der Dose. Also suchte ich mir einen gut gefüllten Server und reiste zurück in die Zombiehölle.

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Mein letzter Besuch lag schon so weit zurück, dass ich gar nicht mehr wusste, was mein virtuelles Ich zuletzt getan hatte. Als mein Charakter dann die Augen öffnete, da fiel mir schnell wieder ein, was sich bei meinem letzten Besuch abgespielt hatte. Ich war mit Maturion nach Berezino gelaufen und unser Besuch in der Großstadt endete nicht gut. Wir hatten die Wohnblöcke durchsucht und bekamen dann unerwarteten Besuch von Zombies. Ich kann nicht mehr genau sagen, wie es abgelaufen ist, aber es fielen Schüsse, Zombies gingen zu Boden und für jeden erledigten Untoten kamen 2 neue ins Haus. Die Munition ging allmählich zur Neige und der kleine Plattenbau füllte sich zunehmend mit fauligem Fleisch. Wir starteten noch einen letzten Versuch aus der Todesfalle zu entkommen, doch nur ich kam mit dem Leben davon. Nach langer Pause fand ich mich nun also in dem Haus wieder, in das ich mich nach diesem Desaster noch gerettet hatte.

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Zumindest war meine Ausrüstung gar nicht so schlecht. Ich hatte noch einen guten Rucksack, eine PDW und mit dem CZ 550 sogar noch ein einfaches Scharfschützengewehr. Außerdem hatte ich noch reichlich Bloodpacks und Morphium aus dem nahen Krankenhaus dabei. Was mir also noch fehlte war ein gutes Sturmgewehr und ein Fahrzeug, wobei man letzteres ja wirklich nur äußerst selten findet. Mein erstes Ziel waren daher die Militärzelte von Berezino, die hin und wieder eine gute Waffe beherbergen. Die sind allerdings nicht so leicht zu erreichen, denn Berezino ist aufgrund seines Aufbaus ein sehr gefährliches Pflaster. Der Ort erstreckt sich über viele Kilometer und die Gebäude sind sehr verstreut. Dazwischen tummeln sich in der Regel enorm viele Zombies und die haben hier meist ein freies Sichtfeld. Wenn ihr also nicht gleich eine Horde Zombies anlocken wollt, dann müsst ihr euch vorsichtig durch den Ort bewegen. Dementsprechend robbte ich mich in gemächlichem Tempo meinem Ziel entgegen und kam schließlich unversehrt bei den Zelten an. Nach einem kurzen Blick machte sich jedoch Enttäuschung breit, denn ich konnte leider nichts Brauchbares finden.

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Inzwischen war auch Stefan nach Chernarus zurückgekehrt und irgendwo im Südwesten gespawnt. Das konnte zwar kaum weiter entfernt sein, aber ich machte mich dennoch auf den Weg Richtung Süden, da es in Berezino nicht mehr viel zu holen gab und das große Airfield noch weiter entfernt war. Auf dem Rückweg durch den Ort entdeckte ich dann plötzlich zwei Leichen direkt neben dem Eingang zu einer Kneipe. Sie lagen ziemlich dicht beieinander und daher hielt ich es für unwahrscheinlich, dass sie sich gegenseitig erledigt hatten. Trotzdem ging ich das Risiko ein und durchsuchte hastig die Toten. Sie waren relativ gut ausgestattet und darum warf ich schnell meine CZ 550 weg und mache Platz für ein M14 Scharfschützengewehr und eine MP5. Nachdem alles verstaut war sprintete ich über den Hinterhof und versuchte schnellstmöglich den Ort endlich hinter mir zu lassen.

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Bei Stefan war unterdessen einiges los. Er war gerade unterwegs zum Airfield von Balota und noch immer unbewaffnet, als er plötzlich eine Serie von Explosionen hörte. Für gewöhnlich ist das zwar eher das Signal für einen Rückzug, aber da er ohnehin wenig zu verlieren hatte, näherte er sich vorsichtig seinem Ziel. Augenblicke später kam ein schwer bewaffneter Typ im Tarnanzug auf ihn zu und Stefan rechnete mit dem Schlimmsten. Statt ihn einfach zu erledigen sprach er ihn aber an und gab ihm sogar sein Gewehr und seine Pistole. Sehr großzügig, sollte man denken, doch direkt danach spawnte der Fremde auch schon neue Waffen für sich und gleich noch einen brandneuen Jeep. Der spendable Amerikaner war ganz offensichtlich ein Hacker und bot Stefan an, ihn zu begleiten. Er zögerte erst, aber dann stieg er doch in den Jeep. Offenbar wollte der Hacker jetzt ein wenig Chernogorsk aufmischen und stopfte dafür Stefans Rucksack gleich mal mit C4 voll.

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Unsere bisherigen Erfahrungen mit Hackern liefen nicht gerade gut und auch das Netz ist voll von Berichten und Videos über hinterhältige Hacker. Stefan rechnete also damit, dass er die gemeinsame Tour nicht überleben würde. Schließlich hielten sie an und stiegen aus. Der Hacker rührte sich nicht mehr vom Fleck und antwortete auch nicht mehr im Chat. Scheinbar war er gerade nicht am Rechner. Für Stefan war es die Gelegenheit, um doch noch die Flucht zu ergreifen. Doch bevor er floh hatte er noch eine Überraschung für den Fremden. Eilig platzierte er mehrere C4 Ladungen neben ihm und ging in Deckung. Als er den Zünder betätigte, gab es einen großen Knall und schwarze Rauchwolken stiegen auf, doch der Hacker hatte keinen Kratzer. Offenbar hatte er sich auch gleich noch unsterblich gemacht. Spätestens jetzt war klar, dass der Hacker ihn nicht einfach so gehen lassen würde und darum sprang Stefan in den Jeep und raste panisch davon.

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Während dieser überraschenden Begegnung war ich bis nach Nizhnoye marschiert. Hier gibt es für gewöhnlich kaum etwas zu holen, weswegen man ihn meist auf der Reise zwischen Solnichniy und Berezino einfach umgeht. Ich warf zumindest einen kurzen Blick in die Stallungen und ging dann weiter nach Süden als ich plötzlich eine erfreuliche Entdeckung machte. An einem der Piere wartete doch tatsächlich ein kleines Boot auf mich.

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Der Tank war zwar fast leer aber sonst war es in einem einwandfreien Zustand und wartete offenbar nur auf einen neuen Besitzer. Ich lief also schnell zurück zu den Stallungen, wo ich zum Glück einen Benzinkanister gesehen hatte und machte mich daran, das Boot zu betanken. Nachdem ich mehrmals Benzin einfüllte und den Kanister beim nahegelegenen Tank wieder auffüllte, konnte meine Tour endlich beginnen. Freudig nahm ich am Ruder Platz und fuhr die Küste entlang.

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Ganz gemütlich und mit etwas Abstand zum Festland schipperte ich an verfallenen Fabriken, zerstörten Tankstellen und gespenstischen Dörfern vorbei. Alles wirkte plötzlich so friedlich, dass ich für einen Moment den ganzen Terror der Zombies und Banditen vergessen konnte. Mir fehlte nur noch eine Angel, aber die gibt’s ja leider (noch) nicht. Dafür hatte ich einen völlig neuen Blick auf Chernarus, das Abseits der schäbigen Gebäude und der vielen Gefahren auch immer wieder eine ungeahnte Schönheit offenbart.

Dieser Frieden war jedoch nicht von Dauer, denn schon bald vernahm ich das Motorengeräusch von Stefans Jeep. Wir trafen uns ein kleines Stück hinter dem Krutuy Kap, wo ich an Land ging und meinem kleinen Boot Lebewohl sagte. Mit einem lauten Knall zerfetzte Stefans C4 das Boot und etwas betrübt fuhren wir im Jeep davon.

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Mein DayZ Logbuch – Geschichten eines Überlebenden:
Einleitung:
Kapitel 1 | Kapitel 2 | Kapitel 3 | Kapitel 4 | Kapitel 5 | Kapitel 7 |
Kapitel 8 | Kapitel 9 | Kapitel 9 | Kapitel 10 | Kapitel 11

3 Comments

  1. jensgameexperience Says:

    Ein spannender Artikel! Was der Hacker wohl vorhatte? So ganz genau konntet ihr ja nicht wissen, was er im Schilde führte, oder? Ich wäre aber auch geflüchtet, trauen würde ich dem Typen auch nicht…aber warum bloß habt ihr das Boot in die Luft gejagt? Wäre es schlimm gewesen, wenn andere es gefunden hätten? Du hast es doch auch in gutem Zustand gefunden!

    • Die Sprengung war Stefans Idee 😉 Sobald er mal C4 in seine Finger bekommt (was wirklich selten passiert), muss er Dinge in die Luft jagen. Etwas später hat er noch einen Teil des Waldes zu Fall gebracht.

  2. jensgameexperience Says:

    Da ist es vielleicht ganz gut, dass C4 rar gesät ist… 😉

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