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Home > Indie > Indie-Tipp: Miasmata

Indie-Tipp: Miasmata

Entwickler: IonFX | Plattform: PC
Genre: Adventure | Exploration | Survival
Preis: Steam 14,99 € | GoG (DRM Frei) 14,99 $
Release: November 2012 | Website

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und überall erscheinen wieder die üblichen Listen mit den angeblich besten Spielen des Jahres. Es erscheint ja sowieso nichts mehr, was von Bedeutung wäre und so kann man sich in Ruhe den Lobgesängen für Call of Duty, Mass Effect und Co. widmen. Miasmata wird man auf diesen Listen vermutlich nicht finden, dabei hätte es das Adventure durchaus verdient. Es mag nicht perfekt sein, aber was die Brüder Joe und Bob Johnson hier abliefern ist für mich einer der besten Titel des Jahres und das nicht nur im Indie-Bereich.

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Ihr erwacht an einem felsigen Strand und erblickt die Überreste eures zerstörten Bootes. Von hier an gibt es offensichtlich kein Zurück mehr und so rappelt ihr euch auf und beginnt damit, die Insel zu erforschen. Zwar kennt ihr die Insel nicht, doch ihr wisst, dass einst eure Forscher-Kollegen hier landeten, um ein Heilmittel für die tödliche Krankheit zu entwickeln, die euch und tausende anderer Menschen bedroht. Diese geheimnisvolle Insel mit ihrer üppigen Pflanzenwelt ist eure letzte Chance auf Rettung.

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Ihr folgt dem Trampelpfad ins innere der Insel und gerade als der Klang der Wellen leiser wird, entdeckt ihr die ersten Hütten eurer Kollegen. Doch es ist kein freudiges Wiedersehen, denn die erste Person, die ihr erblickt, liegt regungslos vor euch. Ein blutiges Messer im Rücken des Toten führt euch schlagartig vor Augen, dass diese Insel weit weniger paradiesisch ist als euch ihr wundervoller Anblick zunächst glauben machte.

Nahe der Leiche findet ihr eine blutverschmierte Notiz – von denen ihr im Laufe des Spiels noch mehr findet – und erfahrt so, dass die Forscher tatsächlich eine Art Heilmittel entdeckt haben. Es besteht aus den drei Haupt-Substanzen Agent X, Agent Y und Agent Z, die wiederum durch die Kombination von je zwei Pflanzen und ihrer jeweiligen Wirkstoffe gewonnen werden. Ihr müsst also nur noch die entsprechenden Komponenten des Heilmittels ausfindig machen und verarbeiten. Doch was zunächst wie eine friedvolle Wanderung anmutet, entwickelt sich immer mehr zu einem kräftezehrenden Kampf ums Überleben.

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Auf der Insel sind zwar keine Psychopathen unterwegs, die euch nach dem Leben trachten, wie man es von anderen Inselabenteuern kennt, aber dafür birgt das Eiland andere Gefahren, die man nicht sofort als solche wahrnimmt. Eine offensichtliche Gefahr ist eure Krankheit, die euch nicht nur das Laufen und Sehen erschwert, sondern sogar das Leben kosten kann, wenn ihr sie nicht regelmäßig mit Medikamenten behandelt oder eurem geschwächten Körper dann und wann ein erholsames Schläfchen gönnt.

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Besagte Medikamente findet ihr aber nicht einfach in den verlassenen Siedlungen der Forscher, sondern müsst sie schon selbst herstellen. Hier kommt euch erneut die reichhaltige Flora der Insel entgegen. Überall blühen Blumen in den schillerndsten Farben und Pilze wachsen in den sonderbarsten Formen. Diese natürlichen Schätze gilt es zu entdecken und zu erforschen, um euch schlussendlich ihre Wirkung zunutze machen zu können.

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Habt ihr neue Pflanzen entdeckt – von denen ihr bis zu drei Stück gleichzeitig tragen könnt – ,dann müsst ihr sie in eines der provisorischen Labors bringen, die überall auf der Insel verstreut sind. Dort untersucht ihr sie zunächst unter dem Mikroskop und notiert eure Erkenntnisse im Notizbuch. Anschließend könnt ihr den Wirkstoff nutzbar machen indem ihr ihn beispielsweise zu Tabletten oder einem Tonikum verarbeitet. Es gibt sowohl einfache und starke Medizin zur Linderung der Krankheit als auch Drogen, die euch kurzfristig Stärken und so längere Sprints ermöglichen oder eure Sinne schärfen.

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Die verbesserte Kondition werdet ihr schnell zu schätzen wissen, denn die Insel ist groß und eure Wanderungen entsprechend lang. Eure Suche führt euch durch dichte Wälder und tiefe Täler, vorbei an malerischen Seen und auf majestätische Berge. Doch beim Aufstieg zu einem der vielen Gipfel ist Vorsicht geboten, denn hier kommt ein grandioses Gameplay-Element zum tragen. Miasmata setzt bei der Bewegung nämlich auf einen eher realistischen Ansatz. Das bedeutet, dass ihr euch Seit- und Rückwärts deutlich schlechter fortbewegen könnt und in schwierigem Gelände leicht abrutschen könnt. Außerdem werdet ihr schneller, wenn ihr bergab lauft, so dass ihr gegensteuern müsst, wenn euer Abstieg nicht im nächsten Fluss oder einem Sturz enden soll. Ein falscher Schritt oder ein kurzer Sprint an der falschen Stelle und ihr rollt kopfüber den nächsten Abhang hinunter. Daran muss man sich erst gewöhnen, aber es verleiht euren Wanderungen eine ungeahnte Spannung und Intensität.

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Trotz dieser Gefahren lohnt es sich aber den Gipfel zu stürmen. Von dort habt ihr nämlich nicht nur einen fantastischen Ausblick, sondern könnt auch am besten eure Position bestimmen. Was uns zum nächsten Element führt, das Miasmata ziemlich einzigartig macht. Ihr bekommt nicht einfach eine fertige Karte oder deckt automatisch neue Bereiche der Karte auf, sondern müsst selber Anhand von zwei markanten Punkten – zum Beispiel eine Hütte oder einer der vielen Steinköpfe, die still über die Insel wachen – eure Position auf der Karte lokalisieren und so eure nähere Umgebung kartographieren. Einzige Hilfe sind euer Kompass und kleinere Teilstücke der Karte, die ihr in den Behausungen der Forscher finden könnt.

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All diese Gefahren sind bekannt und kalkulierbar, doch irgendwann wird euch bewusst, dass auf der Insel noch etwas anderes lauert, eine Bedrohung, der ihr wehrlos ausgeliefert seid. Eine unheimliche, mythisch anmutende Kreatur steht an der Spitze der Nahrungskette und hält gar nichts davon, dass ihr in ihrem Jagdrevier herumspaziert. Ob ihr nun Steine nach ihr werft oder mit einer Fackel fuchtelt, die Bestie lässt sich nicht einschüchtern. Angesichts ihrer beeindruckenden Größe und Kraft bleibt euch also nichts anderes übrig als dem Raubtier aus dem Weg zu gehen.


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Da ihr jedoch nie genau wisst, wo sich die Kreatur aufhält, kreuzen sich immer wieder eure Wege. Euer Herz beginnt dann lautstark zu klopfen und je lauter es wird, desto näher ist die Kreatur. Dann solltet ihr euch schnell in ein Versteck kauern und hoffen, dass es euch nicht entdeckt. Wenn ihr euch zusammenkauert und nicht bewegt, dann erscheint ein Symbol, das euch die Position der Kreatur verrät und wie gut ihr versteckt seid. Nicht selten wird das Wesen eure Position umkreisen und nach euch Suchen. Dann stellt sich die Frage, ob ihr abwarten und darauf hoffen wollt, dass sie bald wieder abzieht oder doch lieber ein Ablenkungsmanöver startet und eine Flucht zur nächsten Hütte versucht. Diese Entscheidung will gut überlegt sein, denn wartet ihr zu lange, dann rafft euch womöglich die Krankheit dahin, ist der Weg zur rettenden Unterkunft jedoch zu weit, dann erwischt euch vielleicht die Kreatur. So entstehen immer wieder nervenaufreibende Versteckspiele und dramatische Fluchten, – insbesondere bei Nacht – deren Ausgang vorher nie ganz vorhersehbar ist.

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Diese Elemente machen Miasmata zu einer ebenso spannenden wie ungewöhnlichen Erfahrung, doch das herausragendste Merkmal des Spiels ist die grandiose Atmosphäre, die vor allem durch den sehr bedachten Einsatz von Musik und Soundeffekten und einer oft beeindruckenden, gar atemberaubenden Szenerie entsteht. Selten bin ich in einem Spiel so oft einfach stehen geblieben, um mich an der friedlichen, wundervollen Umgebung zu erfreuen. Ich habe lange Märsche auf mich genommen, wohl wissend, dass am Ende des Weges keine mächtige Waffe und kein wertvoller Schatz auf mich wartet. Der bloße Anblick dieser wunderschönen Welt war mir meist Lohn genug.

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Wenn ihr euch das erste Mal im Schein eures Feuerzeugs durch die finstere Nacht gekämpft habt und mit letzter Kraft doch noch ein Lager erreicht, während die Wellen rauschen und die Sonne ganz zaghaft das Dunkel am Horizont vertreibt, dann ist das einer dieser magischen Momente, die man als Spieler nicht mehr vergisst.

18 Comments

  1. Danke für das schöne Review – Miasmaiata steht schon seit Release auf meiner Steam Wishlist, ich warte wohl noch den Winter-Sale ab (wenn da noch einer kommt) 🙂

    • Ich hab einen Steam Key direkt von den Entwicklern bekommen, die übrigens total nette Typen sind. Werd es mir vermutlich noch mal auf GoG kaufen, um den Entwicklern zu helfen und meinen Dank auszudrücken. In jedem Fall ist es seine 15 € locker wert und du wirst sicher mehr als 10h damit verbringen. Wenn du wirklich alles erkunden willst, dann locker doppelt so lange.

  2. jensgameexperience Says:

    Jetzt spoilerst du aber auch ganz ordentlich! 😉 Ich lese deine Review lieber mal weiter nach dem ich es gespielt habe!

    • Eigentlich verrate ich nichts, was nicht sowieso schon aus Trailern/der offiziellen Spielbeschreibung bekannt ist oder gleich zu Beginn des Spiels passiert. Die Kreatur ist ja beispielsweise auch kein Geheimnis, sondern schon früh ein elementarer Bestandteil des Spiels. Du kannst also ohne Sorgen lesen. Da du es aber sowieso schon gekauft hast, kannst du natürlich auch warten ^^

      • jensgameexperience Says:

        Hmmm…Trailer schaue ich selten und zwei, drei Sätze in der Beschreibung bei Steam reichten schon um es zu kaufen – aber dafür, dass ich kaum was darüber weiß kannst du ja nichts! 😉 Es scheint dir aber zu gefallen und das zu wissen ist auch schon mal was wert! 🙂

  3. Args, dein Geschwärme hat mich nun doch ein wenig angefixt. Nach dem Trailer hatte ich es in meinem Kopf schon unter Open-World-Survival-Myst eingeordnet und einstauben lassen. Kannst du dich schon zur Spielzeit äußern?

  4. Klingt richtig cool. Aber was ist jetzt eigentlich Ziel des Spiels? Das Heilmittel finden?

    • Ja, darum seid ihr auf der Insel. Überleben, Heilmittel herstellen und die Insel wieder verlassen. Nebenbei deckt ihr noch ein wenig die Hintergründe der Krankheit und der Forscher auf, aber das Ziel ist das Heilmittel.

      • Wenn ich es mir holen werde, dann aber nur wegen dem Monster!
        Bei den ganzen Call of Duty s etc. vermisse ich es irgendwie mal immerweider auf einen Bösewicht zu treffen, der einem tatsächlich überlegen ist. Und dem man nicht bei der erstbesten Gelegenheit mit einer Panzerfaust den Schädel wegschießt.

        Das ist wie in Monsterfilmen. In den wenigstens Filmen ist das Monster übermächtig. Meistens wird es letztendlich doch durch das Militär oder sonstwen besiegt. Deswegen mag ich beispielsweise Cloverfield so. Das Monster ist unbesiegbar.

  5. Sehr gutes Spiel. Maaan, warum hab ich kein Windows PC? Naja dann muss ich ein Let’s Play anschauen. Nächstes Jahr hole ich mir einen WinPC und dann wird es definitiv gekauft. Gutes Review.

  6. Werds mir wohl auch noch holen.

  7. Besser spät als nie: Ich hab’s mir jetzt auch geholt! 🙂

Trackbacks for this post

  1. You’re as cold as ice: Near Death im Test - […] im Auge, aber für die ist es eigentlich auch nicht gemacht. Wie auch schon im 2012er Geheimtipp Miasmata sind…

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