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[52 Games] Thema 44: Verschwörung

Geheime Absprachen und finstere Pläne, die in dunklen Zimmern von zwielichtigen Gestalten geschmiedet werden. Doppelagenten und rachsüchtige Verräter, die euch in den Rücken fallen und eure ganze (Spiel-)Welt auf den Kopf stellen. Verschwörungen sorgten schon in so manchem Game für Spannung. Doch nicht nur die virtuelle, sondern auch die reale Spielwelt hat interessante Verschwörungstheorien zu bieten.

Das Black Belt Komplott
Nachdem SEGA mit der komplexen Architektur seines Saturns sehr viele Entwickler verschreckt und seine Position als ärgster Nintendo-Konkurrent an SONY verloren hatte, sollte mit dem Dreamcast nun alles anders werden. Ganz oben auf der Liste der Features für das neue Flaggschiff und den Beginn der 128 Bit Generation standen natürlich State of the Art Grafik und eine möglichst unkomplizierte Architektur.

foto_3dfx_card

Diesmal wollte man bei SEGA alle Möglichkeiten ausschöpfen und darum kooperierte man für den Grafik-Chip gleich mit zwei Firmen parallel. Die legendären Grafik-Gurus von 3Dfx hatten damals einen großen Namen im PC-Spielesektor und hätten mit SEGA auch endlich in den lukrativen Konsolenmarkt einsteigen können. Unter dem Codenamen Black Belt begannen die Amerikaner also mit der Entwicklung eines Konsolen-Chips, während man zudem am neuen Voodoo Chip für den PC-Markt werkelte. Ihre Rivalen waren die Japaner von NEC, die unter dem Codenamen Katana einen Chip auf der Basis des PowerVR entwickelten. Aktuelle Varianten des PowerVR werkeln heute u.a. in Apples Mobile Devices und in der PS Vita.

foto_powervr_card

Im Juli 1997 verkündete SEGA schließlich, dass man sich für das Design der Landsmänner von NEC entschieden hat und kündigte den Vertrag mit 3dfx. Genaue Gründe gab man nicht an, aber die Leistung von Black Belt sei wohl nicht der Grund gewesen. Für 3Dfx stand hier viel auf dem Spiel und man wollte nicht einfach so aufgeben. Man verklagte daraufhin SEGA und auch NEC wegen Vertragsbruch und man bezichtigte die japanischen Unternehmen sogar, dies von langer Hand geplant zu haben, um an Technologie von 3Dfx zu kommen und sie für die Entwicklung von Katana zu nutzen.

Am Ende zahlte SEGA 10 Millionen US $ an 3dfx und für die Amerikaner war es ein weiterer Sargnagel. Laut verschiedener Branchen-Experten war die Wahl von NEC sicher auch durch deren Erfahrungen im Konsolengeschäft und die weitaus besseren Produktionskapazitäten beeinflusst und rein wirtschaftlich durchaus nachvollziehbar.

Dem Dreamcast hat es sicher nicht geschadet, denn der PowerVR2 hat während der kurzen Lebensspanne der Konsole Grafikwunder wie Soul Calibur oder Shenmue auf den Bildschirm gezaubert.

*52 Games ist ein Blog-Projekt von ZockworkOrange bei dem jede Woche ein neues Thema ausgegeben wird.

5 Comments

  1. jensgameexperience Says:

    War es denn eine Verschwörung oder eine ‚Halbverschwörung‘ oder doch nur normales Business? Traurig für 3Dfx, so oder so, schade dass sie vom Markt gefegt wurden.

  2. hach 3dfx, wenn es die nicht gäbe, gabe es meinen gemixten nickname nicht und ich hätte damals nicht so schön mit UT99 angeben können 😀 Sehr schöne Zeit *schnüff aber ich hätte echt zu gern gewusst, was aus der DC geworden wäre, vor allem – ob sie heute noch markttauglich wäre – schließlich gilt sie unter uns gamern nach wie vor als beste Konsole neben der PSX

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