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Logbuch: DayZ – Kapitel 3

Am nächsten Abend zog ich wieder allein mit dem Österreicher los und das endete noch schlimmer als unser Fackel-Fiasko vom Tag davor.

Wir spawnten beide in Pavlovo, wo wir uns ja zuvor alle drei ausgeloggt hatten. Kurz bevor wir das erste begehbare Haus erreichten tauchte dann plötzlich neben dem Haus ein bewaffneter (Pistole und Armbrust) Typ auf. Wir starrten einander erst eine gefühlte Ewigkeit (vermutlich waren es ca. 3 Sekunden) an, fast wie in einem klassischen Western-Showdown und bevor ich überhaupt den Chat öffnen konnte, fing er an auf uns zu ballern.

Seine Kugeln verfehlten das Ziel und ich konnte nicht schnell genug das Feuer erwidern, so dass er sich zunächst aus unserem Blickfeld zurückziehen konnte. Stefan und ich blieben vorerst an unseren Positionen und versuchten vergeblich ihn ausfindig zu machen. Daraufhin begann ich ein wenig die Umgebung abzusuchen und als ich wieder zur ursprünglichen Position (ein Seitenweg zwischen zwei Häusern) zurück kam rollte er plötzlich auf der anderen Seite hinter einer Hausecke hervor und eröffnete erneut das Feuer. Ich konnte zwar zurück schiessen, aber entweder verletzte ich ihn nicht oder traf ihn erst gar nicht. Ich hatte leider nicht so viel Glück und verlor einiges an Blut, bis Stefan ihn dann mit einem gezielten Schuss aus seiner Sniper erledigen konnte.

Diese Überraschung hatten wir also noch mit einem blauen Auge überlebt, aber damit waren wir noch längst nicht in Sicherheit, denn die Schüsse zogen Unmengen an Zombies an und das wurde zu einer noch viel größeren Herausforderung. Von den Kugeln getroffen musste ich schnell meine Blutung stoppen, doch die Zombies umzingelten mich schon und ich wurde kurz bewusstlos. Stefan tat sein Möglichstes um mir noch zu helfen und schaffte es tatsächlich mir die Zombies soweit vom Leib zu halten, dass ich mich zumindest bandagieren konnte. Nun hatten es die meisten aber auf ihn abgesehen und seine Munition neigte sich dem Ende entgegen. Er flüchtete noch in ein Haus und versuchte dort einen nach dem anderen mit der Axt zu erledigen. Nur wenige Meter weiter musste ich angesichts der wenigen Kugeln in meiner Winchester mehr oder weniger hilflos zusehen wie sich die Zombies vor dem Haus sammelten. Dann wurde es plötzlich immer stiller und bis auf ein Paar waren die Zombies entweder tot oder verschwunden. Wir hatten es irgendwie überlebt, doch bevor ich mich darüber freuen und durchatmen konnte, hörte ich über mein Headset die Hiobsbotschaft. Stefan war zwar mit dem Leben davongekommen, aber er zahlte einen hohen Preis dafür: seine Beine waren gebrochen.

Wenn man allein ist, dann kommt das in DayZ einem Todesurteil gleich und auch in der Gruppe ist es meist nicht viel anders, denn nur mit dem extrem seltenen Morphium kann man einen derart verletzten Spieler wieder auf die Beine bringen. Ohne Morphium ist es nur noch eine Frage der Zeit bis man stirbt, denn man kann sich nur noch kriechend fortbewegen und bei den enormen Distanzen in DayZ ist man entweder schon verhungert bevor man auch nur in die Nähe einer Krankenstation gekrochen ist oder wurde schon auf dem Weg dahin von Banditen erledigt.

Ich schlug vor, mich zum Süden durchzuschlagen und in dem Lazarett bei Balota nach Morphium zu suchen, doch ich war auch verletzt und die Chancen auf Erfolg waren ohnehin schlecht. Darum entschied er, dass ich sein Zeug nehmen soll und er sich den Zombies ergibt. Als ob das nicht schon tragisch genug wäre, mussten wir dann auch noch feststellen, dass irgendwie seine Sniper und die G17 verschwunden waren. Wir hatten also fast alles verloren, was man verlieren kann. Kurz darauf robbte er nach draußen und zündete eine Road-Flare mitten in der Stadt und zog die Zombies auf sich, während ich meinen traurigen Marsch Richtung Süden durch die dunklen Wälder antrat, in meinem Rücken das Leuchten seiner Fackel.

Nach einer Weile kam ich wieder am Meer an und versuchte in der Finsternis der Nacht noch zu jagen, um meinen Blutverlust und die damit verbundenen Sichtprobleme zumindest etwas zu kurieren. Irgendwann hatte ich dann auch einen Hasen sowie ein Wildschwein erlegt und mich an einem Lagerfeuer etwas aufgepäppelt, aber angesichts der Ereignisse zuvor war das nur ein schwacher Trost. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch schlimmer werden könnte als in der Nacht davor, aber DayZ hatte mich eines besseren belehrt.

Mein DayZ Logbuch – Geschichten eines Überlebenden:
Einleitung:
Kapitel 1 | Kapitel 2 | Kapitel 4 | Kapitel 5 | Kapitel 6 | Kapitel 7

9 Comments

  1. Mein Gott – das ist ja schon beim Lesen spannender als jeder Thriller!
    Ich werde eine Möglichkeit finden müssen das zu spielen, nein zu erleben! Ich glaube, dass ich sonst ein Stück Videospielgeschichte verpassen würde…

    • Die arbeiten an der Standalone Fassung haben inzwischen offiziell begonnen. Dean Hall entwickelt es mit Bohemia Interactive (die ArmA 2 Macher) und übernimmt dabei die Rolle als Lead Designer. Er sagte aber auch, dass die Entwicklung der Mod parallel weiterläuft, so dass jeder jetzige Spieler der Mod auch weiterhin auf diese Weise DayZ spielen kann. Mit etwas Glück ist das ArmA 2 Bundle bald bei Gamersgate im Sale, dann werde ich das hier noch mal erwähnen. Momentan ist es dort immerhin mit 20 % Rabatt für ~ 20 € zu haben (5 € weniger als üblich). Die Variante mit der Demo und dem Addon hatte ich ja schon mal erwähnt.

  2. Ich weiß nicht … Gibts in dem Spiel denn irgendein Ziel, eine Geschichte, irgendwas Besonderes zu entdecken/erforschen usw.? Oder rennt man da einfach nur dumm rum und lässt sich umbringen bzw. bringt selber jeden um, der einem über den Weg läuft? Kann mir nicht vorstellen, dass das auf die Dauer wirklich so besonders viel Spaß macht …

    • Zunächst mal sei gesagt, dass ich persönlich eher ein freundlicher Spieler bin und kein Bandit. Dementsprechend versuche ich andere Spieler auch nur zu erledigen, wenn sie mir feindlich gesonnen sind.

      DayZ ist kein traditionelles Spiel, sondern zum Teil eher eine Art Anti-Game. Es erfordert also eine etwas unkonventionellere Herangehensweise. Die Mod gibt dir einen Sandkasten sowie ein Paar Parameter und die Spieler schreiben damit ihre eigenen Geschichten und setzen sich selbst Ziele. DayZ nimmt dich nicht an die Hand und es erklärt dir auch nichts weiter, es wirft dich einfach in eine unwirtliche Welt und schaut dir beim Leben und Sterben zu.

      Das macht es sehr speziell und ohne Frage auch für eine Menge Spieler eher uninteressant oder gar abschreckend, aber DayZ will ohnehin nicht jedem gefallen und genau diese Ecken und Kanten sind Schlüsselelemente der Faszination.

      • Naja, aber so wie ich das bis jetzt verstanden habe, kommst Du ja gar nicht dazu, Deine eigene Geschichte zu erfinden oder gar auszuspielen, weil Du ständig von irgendwem oder irgendwas halb oder ganz umgebracht wirst … Und bloß der nackte Kampf ums Überleben wäre mir persönlich auf Dauer als Motivation für ein Spiel einfach zu wenig.

        Ist keine Kritik an Dir, sondern bloß meine Meinung.

        Hat man denn (als „nebenberuflicher“ Spieler wohlgemerkt) in dem Game irgendeine realistische Chance, irgendwann mal eine Ausrüstung, Konstitution oder was auch immer zu haben, die es einem erlaubt, das Ganze halbwegs angstfrei zu spielen und eben tatsächlich mal ans Erforschen o.Ä. zu gehen?

        Das Setting an sich finde ich nämlich schon interessant! Nur hab ich eben nicht so furchtbar viel Spaß daran, mich ständig vor allem und jedem verstecken zu müssen bzw. ständig ins Gras zu beißen …

        • Gerade diese Momente, in denen sich die Wege der Spieler kreuzen, sind zum Teil die besten Geschichten, denke ich. Da ist eben nichts gescriptet und es kann alles Mögliche passieren.

          Der einzige Schutz, den man in DayZ haben kann, ist der einer Gruppe. Nur dann kann man sich ein wenig sicher fühlen, da andere es sich schon gut überlegen sollten, ob sie eine Gruppe attackieren. Ansonsten bietet selbst die sträkste Waffe nur begrenzt Schutz, da auch die nicht vor einem Hinterhalt schützen kann. Die Angst/Paranoia ist dein ständiger Begleiter (zumindest bei mir) und ein elementarer Bestandteil des Spiels.

          Es geht im Grunde wirklich nur ums Überleben und die Art und Weise, auf die du das erreichen willst. Das Erforschen/Erkunden ist hier nicht wie in Fallout 3 oder Skyrim, wo man Orte/Dinge findet, die eine Geschichte erzählen, sondern beschränkt sich einzig und allein auf die Ausrüstung die man an Ort XY zu finden hofft, nur darum ist man dort (und evtl. weil man die Grafik an manchen Stellen geniessen mag). Notizen oder solche Dinge gibt es derzeit nicht, (lediglich hier und da ein Paar fest platzierte Leichen) aber womöglich fügt man sowas ja noch hinzu.

          Es ist eine MOD und gerade mal im ALPHA-Stadium, daher würde ich einfach auch noch nicht zu viel erwarten und wenn du generell nicht so viel vom Spielen mit/gegen andere hältst, dann ist es ohnehin nichts für dich.

  3. Das klingt eigentlich echt super (!) und dein Logbuch ist auch toll und spannend geschrieben…nur…als ich es ausprobiert habe, fand ich die Technik mehr als mau (und ich bin nicht mal eine Grafiknutte) und es ruckelte und zuckelte, dass es nur so unspielbar war. Und dann lief ich da rum, was ja interessant sein kann (Dear Esther), es hier aber für mich nicht war. Getroffen habe ich niemanden außer ein Zombie aus der Entfernung. Nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr…lohnt es denn wirklich???

    • Was die Optik anbelangt ist es auf hohen bis maximalen Settings doch noch ganz ansehnlich, wie ich finde und die Performance bekommt man mit ein Paar Einstellungen in den config-Dateien auch gut in den Griff (das passende System vorausgesetzt). Wie waren denn deine Settings?

      Das ziel- und ereignislose Umherwandern vom Anfang kenne ich auch, wie man ja in der Logbuch-Einleitung auch lesen kann, aber das sind einfach nur die Einstiegsprobleme. Man sollte auf jeden Fall eine Karte zur Hand haben (ob nun ausgedruckt, über nen Browser oder Ingame), dann ist das mit der Zeit weniger ein Problem, da man gezielt Orte ansteuern kann. Desweiteren empfiehlt es sich wirklich es mit jemandem gemeinsam zu spielen, weil es die Sache einfacher macht und der Team-Gedanke auch ein guter Antrieb sein kann.

      Ob es sich lohnt lässt sich nicht so einfach sagen, weil es eben doch etwas speziell ist und das Spielerlebnis für jeden ein wenig anders ausfällt. Außerdem hängt das Erlebnis auch immer von einigen unvorhersehbaren Faktoren ab. Ich kann nur hier meine persönlichen Erfahrungen aufschreiben und zeigen, was das Spiel sein kann.

      Hast du es jetzt sowieso schon gekauft oder wie hast du es ausprobieren können? Falls du dich entschließt es wirklich zu versuchen, dann biete ich mich gern als Partner und „Touristenführer“ an 😉

      • jensgameexperience Says:

        Ja, gekauft habe ich es bei Steam. War dann erst nicht ordentlich upgedatet, weswegen nix klappte und ich schon mit dickem Hals angefangen habe…die Einstellungen weiß ich nicht auswendig, würde aber morgen mal gucken. Danke für die Einladung und deine Bereitschaft den Fremdenführer zu spielen! Das können wir gerne mal machen!

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