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Beendet: Warlock: Master of the Arcane

Publisher: Paradox Interactive | Entwickler: Ino-Co Plus
Plattform: PC | Genre: Runden-Strategie / Fantasy / RPG
Release: 08.05.2012 | Preis: 19,99 € | Offizielle Website

Trotz guter Kritiken und ordentlichen Verkaufszahlen dürfte Majesty wohl nur ganz wenigen PC-Haudegen noch ein Begriff sein. Cyberlore, der Entwickler des 2000er Fantasy-Strategicals, ist heute längst auf serious games umgestiegen und hat die Rechte an Paradox Interactive abgetreten. Inzwischen verhalfen die schwedischen Experten für Nischentitel der totgeglaubten Marke zu einem Nachfolger, dem sogar 3 Add-Ons folgten. Nach einem etwas missglückten Tower-Defense Ableger für PC und Konsole, will man in Warlock: Master of the Arcane mit klassischer Runden-Strategie punkten.

Das Genre hat man zwar gewechselt, aber das Setting wurde aus Majesty übernommen. Entsprechend dient die Fantasy-Welt von Ardania mit ihren drei Rassen – Menschen, Monster und Untote – und allerhand weiteren Bewohnern als Schauplatz für große und kleine Schlachten zwischen rivalisierenden Groß-Magiern. Als ein solcher ist es eure Aufgabe immer weitere Teile der Welt unter eure Kontrolle zu bringen, Ressourcen zu sichern und schließlich der alleinige Herrscher zu werden. Dieses Ziel könnt ihr auf verschiedene Arten erreichen. Die simpelste Lösung ist natürlich die Hauptstädte der anderen Magier zu erobern, aber es gibt auch subtilere Varianten. So könnt ihr zum Beispiel auch eure Ressourcen in die Forschung investieren, um den allmächtigen Unity Spell zu erlernen oder zum Gott aufsteigen, indem ihr den Avatar eines verärgerten Gottes tötet.

Egal, für welchen Weg ihr euch am Ende entscheidet, ohne Expansion und den Aufbau eines Heeres kommt ihr dem gesteckten Ziel nicht näher. Genre-typisch erinnert Warlock in vielen Bereichen eher an ein Brettspiel als an virtuelle Abenteuer. Der Ablauf ist in Spielrunden unterteilt und alle Magier sind nacheinander an der Reihe. Die Spielwelt ist in Hex-Felder eingeteilt und alle Aktionen auf dem Spielfeld kosten sogenannte Aktionspunkte. Von denen hat jede Einheit pro Runde nur eine begrenzte Anzahl zur Verfügung und darum sollten sie mit Bedacht eingesetzt und immer die nachfolgenden Züge in die Überlegungen mit einbezogen werden. Kommt euer Siedler mit den Punkten noch an den Bogenschützen vorbei oder muss er genau in Reichweite halt machen? Könnt ihr noch eine Einheit nachziehen und die Bogenschützen erledigen, bevor sie im nächsten Zug den Siedler ausschalten? Entscheidend für Sieg oder Niederlage sind natürlich auch die Erfahrung der jeweiligen Einheit und die dadurch erlangten Fähigkeiten sowie die zusätzliche Ausrüstung, aber der Kern eines jeden rundenbasierten Strategiespiels bleibt die Planung.

Neben dem Kommandieren von Soldaten, Werwölfen oder fliegenden Piratenschiffen gilt es die wertvollen Ressourcen der Welt zu erschließen und abzubauen. Dafür baut ihr Siedler und lasst sie in der Nähe des begehrten Materials eine neue Stadt gründen. Diese wächst und gedeiht mit der Zeit – sofern ihr für genügend Nahrung usw. sorgt – und erweitert so ihren Einfluss. Liegt dann endlich eine Ressource innerhalb der Stadtgrenzen, so dürft ihr spezielle Gebäude darauf erbauen und sie euch zunutze machen. Eine Silbermine kann eure Einnahmen erhöhen oder für bessere Rüstungen sorgen und mit den Schweinen kann man gutes Geld verdienen oder zusätzlichen Proviant für die Truppen gewinnen.

Die dritte Säule des Gameplays und zugleich den größten Unterschied zum großen Civilization stellt die Magie dar. Habt ihr genügend Mana gesammelt und die passenden Zauber erforscht, dann könnt ihr damit euren Truppen zu mehr Schlagkraft verhelfen, die Produktion eurer Städte steigern oder Tote zum Leben erwecken. Das kann so manches Mal die Entscheidung bringen.

Das sind die Grundzutaten für Warlock und die funktionieren auch recht gut, aber viel mehr hat es leider auch nicht zu bieten. Selbst auf eine richtige Kampagne hat man verzichtet. Ihr habt nur die Möglichkeit ein Paar Parameter wie etwa die Größe der Karte oder die Anzahl der Konkurrenten festzulegen und dann auf zufällig generierten Karten um die Vorherrschaft zu streiten. Eine aufwändige Präsentation und eine Hintergrundgeschichte bietet das günstige Warlock leider ebenso wenig wie einen Mehrspielermodus, den man jedoch später mit einem kostenlosen Update nachreichen will.

Trotz absolut genialer Spiele – Civilization II und Heroes of M&M 2 raubten mir meine Jugend – fristet die Runden-Strategie von jeher ein Dasein als Rand-Genre. Ein gemächliches Spieltempo, gepaart mit Kopfarbeit und einer oft eher zweckmäßigen Inszenierung ist nicht gerade die Kombination, auf die Blockbuster setzen und doch treffen all diese Attribute im Groben auch auf Warlock zu. Trotz oder vielleicht genau deswegen hat es mir aber viel Freude bereitet und ist für Strategie-Freunde einen Blick wert. Insbesondere die Spieltiefe kann es zwar nicht mit den Genre-Königen von Sid Meier oder UbiSoft aufnehmen – mit einem Startpreis von nur 20 € war das wohl auch nie das Ziel – ,aber das macht es insbesondere für Genre-Neulinge bzw. Rückkehrer interessant.

Warlock: Master of the Arcane gibt es ab sofort im Handel und bei Steam für ca. 20 € und eine Demo ist ebenfalls verfügbar. Vielen Dank an Paradox Interactive für die freundliche Bereitstellung eines Testexemplars.

7 Comments

  1. jensgameexperience Says:

    Eine super Kritik, klingt eigentlich nach einem sehr guten Spiel. Mit dem letzten Civ bin ich nie so ganz warm geworden, Siedler wurde zu niedlich, Anno folgte zu sehr der gleichen Formel…da freue ich mich auf ein Strategiespiel, dass den Kern gut präsentiert und das ganze Gedöns mal links liegen lässt!

    • Vielen Dank für das Lob 🙂 Also ich hatte länger keinen echten Strategie-Titel mehr gespielt und mich hat Warlock dann doch ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Da gingen dann auch mal 2-3h am Stück drauf und es hat mich nicht gelangweilt. Die KI könnte offensiv noch etwas stärker agieren, aber in der Verteidigung fordert sie genug, um die Belagerung einer einzelnen Stadt auch mal eine Stunde dauern zu lassen. Wenn dir das drumherum sowieso nicht so wichtig ist und du einfach nur mal wieder etwas taktieren willst, dann solltest du wirklich zumindest mal die Demo anspielen. Für 20 € finde ich es jedenfalls recht fair, obwohl man natürlich für etwas weniger auch das umfangreichere aber ältere Civ 5 bekommt.

  2. Eigentlich reizt es mich ja schon etwas. Ich mag Civ, ich mag Fantasyszenarios…
    Aber trotzdem hab ich die befürchtung, dass das Spiel nach ein paar Stunden viel zu monoton wird. Gerade ohne Kampagne und Szenario. Dann neben Civ5 nochmal 20 Euro für ne Mod drauflegen… nicht wirklich

    • Ja, nach 2-3 ausgedehnten Partien hat man das meiste gesehen, aber für 20 € ist das noch ganz in Ordnung. Ob dir das aber auch noch reicht, wenn du das große Civ 5 daheim hast, kann ich dir leider nicht beantworten. Mein einziger Rat: Demo anspielen und/oder auf nen Sale warten.

  3. Sieht interessant aus. Hab mal ziemlich viel Heroes of Might and Magic 4 gespielt, eines der wenigen Spiele, für das ich auch meine Frau begeistern konnte. Vielleicht teste ich die Demo mal an.

    Wenn du nichts dagegen hast, habe ich dich mal in meinen Blogroll gepackt 😉

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